Amalgam

Amalgam - eine Gefahr für die Gesundheit

 

Dass Amalgam aus den zahnärztlichen Praxen zunehmend verschwindet, hat zwei Gründe: Erstens ist es nicht zahnfarben und zweitens hat es toxisches Potential. Weltweit gibt es über 10'000 wissenschaftliche Studien und Berichte,die nachweisen, dass Amalgam schädlich ist. Der Fehler, der bei den kontroversen Amalgamdiskussionen immer wieder gemacht wird, ist, dass oft Qualität und Quantität miteinander verwechselt werden. Wer hin und wieder Meerfisch isst, nimmt sicher im Moment viel Quecksilber, das aber grösstenteils über den Verdauungstrakt wieder ausgeschieden wird, auf. Wer hingegen Amalgamfüllungen im Mund hat, gibt aber dauernd kleinste Mengen an Quecksilber, Silber, Kupfer und Zinn ab, die zum einen Teil wohl ausgeschieden, zum andern Teil aber durch die Schleimhaut und die Zahnsubstanz vom Körper aufgenommen und irgendwo im Körper abgelagert werden. Da Quecksilber eine besondere Beziehung zum Nervensystem hat, gelangt es auch ins Gehirn und Rückenmark. Je nachdem welche Zentren damit vergiftet werden, können verschiedenartige Symptome und Erkrankungen entstehen. Weil jeder Mensch anders reagiert und die entsprechenden Symptome auch durch andere Faktoren verursacht werden können, ist man nie in der Lage, eine Amalgamvergiftung mittels Doppelblindstudien nachzuweisen. Mit Provokationstests (Dimavaltest, Kaugummitest) kann nur gezeigt werden, dass z.B. viel Quecksilber ausgeschieden wird, was aber nicht beweist, dass es schädlich ist. Nur mit sensitiven Tests (Kinesiologie, Radiästhesie, Elektroakupunktur u.a.), die jedoch subjektiv sind, können nützliche Hinweise auf eine Amalgambelastung gewonnen werden. Auf Grund solcher Tests kann dann eine professionelle Amalgamsanierung unter geeigneten Schutzmassnahmen und eine entsprechende Entgiftung durchgeführt werden.

Einige Überlegungen sollen es erleichtern, sich für oder gegen Amalgam zu entscheiden. In Desinfektionsmitteln, Medikamenten und Fieberthermometern wird Quecksilber nicht mehr verwendet. In zahnärztlichen Praxen ist es obligatorisch, Amalgamabscheider einzubauen. Nur im Munde soll angeblich Quecksilber nicht giftig sein. In der Natur wird Quecksilber durch Bakterien methyliert, d.h. in eine organische Verbindung, die hochtoxisch ist, umgewandelt. Im menschlichen Körper, der ebenfalls voll von Bakterien ist, soll dies hingegen nicht geschehen. Ich glaube, mit Hilfe des gesunden Menschenverstandes lässt sich die Antwort leicht finden.

Diagnostik einer Amalgambelastung

Um eine seriöse Abklärung und allenfalls Behandlung durchführen zu können ist vorerst eine gründliche zahnärztliche Untersuchung notwendig. Dabei müssen alle Amalgam- und andere Füllungen, Kronen, Brücken, Wurzelbehandlungen aufgezeichnet werden. Ebenfalls sind der Zustand des Zahnhalteapparates und die Vitalität der Zähne wichtig. Dazu gehören auch aktuelle Röntgenbilder und unter Umständen noch andere Dokumente.

Eine allgemeine Anamnese gibt Auskunft über gegenwärtige und vergangene Erkrankungen, Empfindlichkeiten und andere Faktoren, die für eine ganzheitliche Behandlung notwendig sind.

Mit der Lüscher-Farb-Diagnostik kann herausgefunden werden, ob die Beschwerden eher konstitutionellen Ursprungs sind oder vielmehr durch eine Vergiftung ausgelöst wurden. Die Auswirkungen des Amalgams auf den gesamten Organismus werden in meiner Praxis mit der Regulationsdiagnostik (Klinghardt, Williams) erfasst. Dazu werden vor allem Methoden der Kinesiologie (Muskeltest, Armlängenreflextest, Bidigitaler-O-Ringtest) eingesetzt. Diese Diagnostik gibt Auskunft über den Zustand des vegetativen Nervensystems. Wertvolle Antworten erhält man bezüglich einer Belastung durch Amalgam und andern Giftstoffen im Bindegewebe und in den Zellen. Da Quecksilber eine spezielle Beziehung zum Nervensystem (Gehirn, Rückenmark) hat, ist es wichtig, eine intrazelluläre Belastung testen zu können. Dies ist nur mit dem direkten Resonanzphänomen nach Prof. Omura möglich.

Mit kinesiologischen und radiästhetischen Methoden wird anschliessend das Ersatzmaterial getestet. Es ist zweckmässig, wenn der Zahnarzt, der das Material verarbeitet, dieses auch selbst testet. Ein zahnärztlicher Werkstoff muss für den vorgesehenen Zweck sowohl aus materieller als auch energetischer Sicht stimmen. Da der behandelnde Zahnarzt dafür die Verantwortung übernehmen muss, ist es nicht ratsam, den Materialtest durch eine fachfremde Person durchführen zu lassen, auch wenn ein solcher Test andernorts billiger ist und allenfalls von der Krankenkasse bezahlt wird.

In der gleichen oder einer späteren Sitzung werden auch die Drainage- (Unterstützung von Leber und Niere etc.) und Ausleitungsmittel ausgewählt. Es ist ideal, wenn sechs Wochen vor dem Beginn einer Amalgamanierung mit der Entgiftung begonnen werden kann.

Entfernung und Ersatz des Amalgams

Vor der Behandlung erhält der Patient (die Patientin) 20 Presslinge der Chlorella-Alge (einzellige Süsswasseralge), um die toxischen Metalle, die bei der Behandlung in den Körper gelangen könnten, zu binden und durch den Darm auszuscheiden. Das Arbeitsgebiet wird mit einem Spanngummi (Kofferdam) abgedeckt. Ein weiterer Schutz ist das Absaugen des Bohrstaubes mit Clean-Up. Zusätzlich wird mit Sauerstoff angereicherte Luft zugeführt und gegebenenfalls ein harmonisierendes Energiefeld eingesetzt. Das Amalgam wird in möglichst grossen Stücken mit einem Hartstahlbohrer entfernt und für eine allfällige Informationsbehandlung gesammelt. In den meisten Fällen wird sofort ein definitiver Ersatz mit Komposit und Keramik eingesetzt. Bei schwer chronisch kranken und sehr empfindlichen Patienten wird vorerst provisorisch mit einem Glasionomerzement gefüllt. Allfällige Kronen und Brücken oder Teilprothesen werden erst in einer späteren Phase konstruiert.

  

Am Schluss der Behandlung wird nochmals Chlorella gegeben.

 

Entgiftung

Nach der vollständigen Entfernung aller Amalgamfüllungen wird mit Hilfe der Regulationsdiagnostik nach Dr. Dietrich Klinghardt nachgetestet. Neben der Belastung durch Amalgam müssen auch andere Belastungen wie Zahnherde, Bissprobleme, Elektrosmog, Galvanismus, toxische Chemikalien, Psyche, Infektionen und anderes mitbeachtet werden. Nur so kann ein aus den Fugen geratenes Regulationssystem wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Da bei einer Entgiftung vor allem die Leber, die Nieren und der Darm stark beansprucht werden, müssen diese Organe oft mit pflanzlichen Mitteln unterstützt werden. Für die Entgiftung des Bindegewebes werden z.B. Chlorella, Bärlauch, Bockshornklee, Ziegenmolke eingesetzt. Für die Mobilisation von toxischem Metall aus den Zellen hat sich in den meisten Fällen Korianderkraut bestens bewährt. Des weitern können zusätzlich Homöopathie und andere Methoden eingesetzt werden. Zu einer wirkungsvollen Amalgamausleitung gehört auch eine vitalstoffreiche Ernährung mit wenig Genussmitteln, ein genügender Flüssigkeitskonsum, genügend Bewegung und eine gesunde mentale Einstellung.

 

Nachsorge

Da jeder Mensch anders reagiert, braucht eine Amalgamsanierung eine individuelle Betreuung des Patienten. Etwa alle drei Monate wird der Fortschritt der Entgiftung mit der Regulationsdiagnostik nachgetestet. Dabei wird die Ausleitung der Situation entsprechend angepasst. Dies wird so lange durchgeführt, bis das Regulationssystem des Patienten wieder normal reagiert bzw. keine toxischen Substanzen mehr gefunden werden. Was oft unterschätzt wird, ist die Einhaltung einer guten Mundhygiene. Nur wenn auch das Mundmilieu gesund ist, kann auch der ganze Mensch gesunden. Dazu sind auch individuell angepasste Kontrollen bei der Dentalhygienikerin und Prophylaxeassistentin notwendig. Allerdings kann der Mensch nur selbst gesunden; die Behandlungen der Therapeuten sind jedoch eine wesentliche Unterstützung in die gesunde Richtung.

 

Kosten

In der Schweiz werden Kosten, die durch zahnärztliche Behandlungen anfallen, von den Krankenkassen nicht bezahlt. Dies gilt auch für eine ganzheitliche Diagnostik und Therapie in einer Zahnarztpraxis. Da wegen der aufwändigen Infrastruktur der Zahnarztpraxis der Tarif für die Diagnostik und Therapie entsprechend hoch ist, muss auch für ganzheitliche Tests und Behandlungen mehr als bei einem Arzt oder Heilpraktiker bezahlt werden. Da die ganzheitliche Diagnostik mit der Behandlung durch einen Zahnarzt harmonisieren muss, ist es zweckmässig, alles, was mit einer ganzheitlichen Zahnbehandlung im Zusammenhang steht, am gleichen Ort durchzuführen. Für Spezialbehandlungen, allgemeinmedizinische Probleme, psychologische Betreuungen, Ernährungsberatung u.a. wird selbstverständlich mit dazu geeigneten Therapeuten zusammengearbeitet. Die Kosten sind zwar wichtig, doch dürfen sie nicht den Ausschlag dafür geben, ob eine Behandlung durchgeführt wird oder nicht. Für jedes Budget gibt es eine zweckmässige und Heilbringende Lösung. Die Gesundheit kann nicht konsumiert sondern nur durch ein gesundheitsbewusstes Verhalten allenfalls mit Hilfe von Therapeuten erlangt werden. Deshalb gibt es in der ganzheitlichen Zahnmedizin keine Konsumenten sondern mündige Patienten.

 

Empfohlene Literatur

Dr.med. Joachim Mutter: Amalgam - Risiko für die Menschheit.
ISBN 3-89526-030-04